Diana Lang www.dianalang.de
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Knospen der Rosskastanie (Aesculus)

Aesculus hippocastanum

 

Die besondere Wirkung junger Knospen auf unseren Körper habe ich bereits in Teil 1 beschrieben.

Den Kastanienbaum  kennt jeder Mensch, deshalb möchte ich Euch auch hier ein paar Verwendungsmöglichkeiten vorstellen.  Die Knospen dieses Baumes sind groß, sehr klebrigen und rot-braun. Meistens werden die Samen von Kindern gesammelt und zu Streichholzmännchen verarbeitet. Manche älteren Menschen verwenden Salben und Cremes mit dem Wirkstoff der Rosskastanie, dem Aesculin. Wirkt dieser doch gegen erweiterte Gefäße wie Venenprobleme in den Beinen, Hämorrhoiden und Co.

Heilwirkung der Rosskastanie:

Die Wirkstoffe der Kastanie sind vorrangig Venenstärkend und Gefäßstärkend. Aber sie kann noch viel mehr. Sie wirken entzündungshemmend, hautberuhigend, wundheilend und entgiftend. Die Samen enthalten waschaktive Substanzen und schützen vor UV- Strahlung. Sie wirkt husten- und schmerzstillend und ist außerdem hilfreich bei Rheuma und Gicht.  Der Grundgeschmack ist bitter und zusammenziehend, durch die enthaltenen Gerbstoffe.

Es lohnt sich sehr, im Frühjahr einige wenige Knospen abzuknipsen und für den späteren Gebrauch erst einmal Haltbar zu machen.

Wie bereits in den Verarbeitungsvorschlägen der Birkenknospen, konserviere ich auch hier erst einmal die Heilstoffe um sie bei Bedarf weiter zu verarbeiten. Die besten Konservierungsmittel sind auch hier:

Essig, Alkohol, Salz oder das Haltbarmachen durch Trocknen. Auch Zucker kann zum Konservieren dienen,  dies fällt aber bei mir weg, da ich Zucker in jeder Form vermeide. Öl dient ebenfalls zum konservieren. Hier habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, da das Öl manchmal schimmelte und eher nicht zum Lagern geeignet ist.

 

Verwendungsmöglichkeiten und Konservierungsvorschläge:

Die jungen Knospen und Triebe können zu einem Gewürzsalz zu gleichen Teilen verrieben oder vermahlen werden und ergeben so ein feines Heilsalz.

Die getrockneten Pflanzenteile können fein pulverisiert und minimal dosiert als Nahrungsergänzung in Speisen&  Getränke, über Müsli und Brote gestreut werden.

Die Knospen werden zu einer Tinktur verarbeitet. Hierzu werden die Planzenteile zu gleichen Teilen in Alkohol eingelegt,  4-6 Wochen stehengelassen, abgesiebt  und später zu Heilkosmetik weiterverarbeitet(Deo, Gesichtswasser, Badezusatz…Rezepte folgen) . Die (Alkohol-)Tinktur ist fast unbegrenzt haltbar. Deshalb ist dies meine bevorzugte Methode zur Konservierung.

Die fertige Tinktur kann als Ur- Tinktur kurmäßig zu o.g. Heilzwecken mit 5-8 Tropfen pro Tag zur innerlichen Anwendung über 14-21 Tage eingenommen werden.

Die getrockneten Knospen können fein geschnitten als Tee zu o.g. Heilzwecken kurmäßig über 10-20 Tage getrunken werden.

Eine frische,  in Wasser eingelegte Knospe gibt Ihre Energie und Heilwirkung an das Wasser ab und belebt und energetisiert somit das Trinkwasser.

Für Waschmittel,  Waschcremes und Badezusätze nutzt man den Wirkostoff Saponin, der in den Samen enthalten ist. Rezepte hierzu gibt es dann für Euch im Herbst, wenn die Kastanien von den Bäumen fallen.

1 Knospe in die Essigflasche gelegt, ergibt einen würzigen Kräuteressig und kann überall dort, wo auch sonst Essig eingesetzt wird, verwendet werden.

 

Frische, junge Rosskastanien- Knospen
In Alkohol eingelegte Knospen (von li nach re): Löwenzahnblütenknospen, Mix aus Weidenkätzchen/Hagebuttenblattknospen & Brombeerblattknospen), junge Brennesselblätter, Rosskastanie
grobes Salz mit grob zerkleinerten Blütenknospen: Mix aus Weidenknospen, Rosskastanienknospen, Birkenknospen
Nahrungsergänzung: Mix aus Knospen von Weide,Kastanie, Birke und Hagebutteblättern
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