Diana Lang www.dianalang.de
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Tee aus (Blatt-) Knospen

Tee aus frische Brombeerknospen

Schon mal Kräutertee gekauft ? Ich nicht. Ich nutze die Zeit im Frühjahr um mich mit etwas Vorrat einzudecken. Zumindest was den Kräutertee betrifft. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es in der Natur schon mehr blüht,  kann man zu dieser getrocknete Blättermischung noch Blüten, ebenfalls von Bäumen, oder andere Heilpflanzenblüten dazugeben. Ich denke da an Kirschblüten, Apfelblüten, Rosenblüten, Ringelblume usw..

Auch hier gilt wieder: Sparsam, vorsichtig und behutsam sammeln. Schließlich möchte jede Blüte eine Frucht werden. Wenn Sie gepflückt wird ist es vorbei mit Früchten. Bei Blumen knipst man vorsichtig den Blütenkopf ab. Die Wurzel lässt man für gewöhnlich im Boden.

Der Vorteil selbst gesammelter Heilpflanzen für unsere Nahrung und Gesundheit liegt auf der Hand:

Man geht nach Draußen. Man hat wieder mehr Kontakt zur Natur. Man lernt seine heimische Flora kennen. Man beobachtet den Kreislauf der Jahreszeit. Kinder im Schlepptau macht es unheimlich Spaß mit zu sammeln und die Pflanzen kennenzulernen. Selbstgesammelte Pflanzen sind nicht unter Bedingungen der Industrie hergestellt und somit um ein vielfaches wertvoller, heilkräftiger und reicher an Nährstoffen, da sie an Ihrem natürlich gewählten Standort wachsen. Sie werden nicht künstlich gesät und großgezogen (womöglich unter Gewächshausbedingungen). Sie werden nicht maschinell geerntet, maschinell zerkleinert und abgefüllt und stehen dann im Supermarktregal. Solche „Pflanzen“ die wir dann in einem Teebeutel kaufen können haben nicht mehr viel Heilkraft und Energie.

Wir wählen kraftvolle Nahrung mit viel Lebensenergie die direkt vor unserer Haustüre wächst. Sammeln umsichtig und verarbeiten sie schonend. Kein Vergleich zu Supermarktware!

Kräutertees sind im Vergleich zu Früchtetees basisch. Die frisch gepflückten Pflanzenteile lässt man einige Tage an einem warmen dunklen Ort trocknen und füllt sie ab und lässt sie licht- und feuchtigkeitsgeschützt lagern.  Für eine Teekanne mit 1 Liter Fassungsvermögen wählt man maximal soviele Pflanzenteile wie zwischen Daumen und Zeigefinger passt und lässt den Tee ca. 5 Minuten ziehen.

Frische Pflanzenteile sind ebenso für einen Tee geeignet. Hierfür kann man die doppelte Menge der Pflanze nehmen. Schön anzusehen sind ganze Blütenköpfe oder Pflanzenteile die nicht zerkleinert wurden und in einer Glaskanne noch Ihre Schönheit zeigen können. Ich denke da an frische Pfefferminzstängel, Melisse, Blütenköpfe von Gänseblümchen, Ringelblume, Gundermann…

Hier stelle ich nun 3 ganz unscheinbare Pflanzen vor, von denen Ihr jetzt im Frühjahr die Blattknospen sammeln könnt und zu einem Tee oder einer Teemischung verwenden könnt. Natürlich gibt es unzählige andere Pflanzen die so  verwendet werden können.

Teemischungen aus jungen Blättern und Knospen, getrocknet

 

                                                                   Die Brombeer (Blätter-) knospen

Brombeerblätter und vor allem die jungen Knospen der Blätter werden gesammelt und können als Grundlage eines jeden Haustees dienen. Also auch über längeren Zeitraum angewendet werden.  Durch die enthaltenen Gerbstoffe wirken Brombeerblätter als Heilmittel „zusammenziehend“ .

Heilwirkung:

Sie wirken blutreinigend, blutstillend, harntreibend, schleimlösend. Haupteinsatzgebiete sind deshalb Durchfall, Entzündungen (Darm, Mundschleimhaut, Hals..), Fieber, Sodbrennen, Wunden, Flechten, Ekzeme, Hautausschläge usw..

                                                                 

Junge Brombeerknospen

                                                                  Die Hundsrose(blätter)- Knospen

Ein Männlein steht im Walde… und hat sein purpur Mäntelein an.. hier wird die Hagebuttenfrucht beschrieben. Sie ist allgemein für Tee oder Aufstriche bekannt. Wie ich jedes Jahr meine Hagebuttenschwemme in den Griff bekomme könnt Ihr hier nochmal nachlesen.

Die Blätter können sehr gut als Grund- und Haustee verwendet werden und später im Jahresverlauf ggf. noch mit Blüten oder Früchten gemischt werden. Knospen aus Blättern und Blüten können überall in der frischen Küche eingesetzt werden. Frisch gepflückt, esse ich die Blätterknospen gerne über Salate gestreut, in Pestos verarbeitet oder in Spinat und Gemüse beigemischt. Getrocknet in einer Teemischung oder ganz pur..

Heilwirkung:

Hagebuttenblätter wirken zuzammenziehen, desinfizierend, kühlend, fiebersenkend, entzündungshemmend, antioxidativ, antiskorbutisch und harntreibend 

Bei Erkältungskrankheiten kann die Hagebutte auch mit Lindenblütenblättern ergänzt werden. Zwei bis drei Tassen täglich lösen den Schleim aus den Bronchien, lindern den Hustenreiz und senken das Fieber. Bei Bronchitis eignen sich Tees mit Hagebuttenblüten und Hagebuttenblättern. Dieser Tee kann natürlich auch in Flaschen abgefüllt und kalt genossen werden. 

                                                                  

Frische Blattknospen der Hagebutte (Hundsrose)

                                                                  Tee aus Weiden (knospen)

Früher, als es noch keine Medizin gab, trank man einen Tee aus Weidenrinde wenn man Schmerzen oder Fieber hatte. Sie enthält den Wirkstoff Salicin. Der Wirkstoff des  Aspirin. Diese Heilwirkung steckt vor allem in der Rinde, was uns aber nicht davon abhält die wunderbare Kraft der jungen Knospen in einem Tee zu nutzen. Außerdem können die Knospen wieder zu allen Rohkostgerichten frisch verzehrt werden.

Heilwirkung:

Die Inhaltsstoffe der Weide wirken schweisstreibend, entzündungshemmend, harntreibend, schmerzstillend. Sie kann bei Rheuma und Gicht, Blasenentzündung und Kopfschmerzen helfen sowie bei  Grippe, Fieber, Erkältungen und neuralgische Schmerzen.  

Tee aus frischen Weidenknospen
Grüner Tee mit Kirschblüten
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