Diana Lang www.dianalang.de
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Früchte einkochen im Backofen mit Schraubgläsern

Stellt Euch mal vor es ist schon wieder Herbst: Wie wäre es dann mit einem Pancake mit heißen Kirschen zum Frühstück? Oder ein Milchshake mit süßen Erdbeeren ? Was haltet Ihr von warmen Bratäpfeln mit Kokos oder Zimt ? Oder ein paar schnell gemachte Muffins  mit Blaubeeren?

Klar kann man sich auch im Winter ein Glas Kirschen, Heidelbeeren oder ein paar Äpfel kaufen. Die Supermarktware ist  aber mit viel Zucker versehen, Konservierungsmitteln und meist teuer wenn Ihr  Bioqualität bevorzugt. Oft kommen die Früchte aus China, dem Land mit dem größten Verbrauch an Pestiziden. Und auf dem Glas steht dann: „Abgefüllt in Deutschland“.

Sommer ist die Zeit des Überflusses. Wenn man keinen eigenen Garten hat,  bekommt man auf dem Wochenmarkt Früchte und Gemüse in großen Mengen. Oder man kauft diese bei einem Bauern mit Direktverkauf. Noch besser: Direkt vor Ort selber pflücken!

Dann kommt die Frage: Was mache ich mit dem ganzen Überfluss, damit ich im Winter auch noch etwas davon habe? Ich habe folgende Methoden in den letzten Jahren durchprobiert:

  1. Früchte in Gelierzucker 3:1 als klassische „Marmelade“ ( hoher Fruchtanteil)
  2. Gemüse (meistens Zucchini und Paprika) in Essig-Öl (aufgekocht und abgefüllt in Schraubgläser)
  3. Agar- Agar Geliermittel (ohne Zucker -> Fruchtanteil ca. 99 %) -> ca.10% der Gläser schimmelte
  4. Einfrieren ganzer Früchte (meistens Beeren )-> große Kühltruhe erforderlich
  5. Trocknen auf einem Dörrgerät (sehr viel Arbeit, nur für kleine Mengen geeignet)
  6. Trocknen im Backofen (genauso viel Arbeit)

Mit der Methode 1+2 ( kochen & heiß abfüllen) halten die Gläser jahrelang. Alles andere hat weitere Vor- und Nachteile. Einfrieren eignet sich nicht für alles( zB Zucchini) und Früchte sollten auch in ein paar Monaten verbraucht werden. Die Agar- Agar Methode war für mich interessant, da ich seit einem Jahr keinen  Industriezucker mehr esse. Ein paar Gläser musste ich wegwerfen. Das tut weh, vor allem wenn man die Früchte stundenlang pflückt (bei mir waren es Brombeeren).

Also bleibt noch einkochen wie bei Oma. Die Methode hat sich sehr gut bewährt. Ich koche also ohne Zucker ein. Die Früchte sind süß genug.

Einkochen im Backofen mit Schraubgläsern:

  • Backofen auf 175 Grad vorheizen
  • Früchte in Essigwasser waschen und vorbereiten (kleinschneiden /entkernen…)  
  • Saubere Gläser und Deckel vorbereiten (ich spüle die Gläser und die Deckel in der Spülmaschine und spüle sie dann mit kochendem Wasser aus dem Wasserkocher aus. Das hat immer gut funktioniert. Danach die Gläser und Deckel nicht mehr von innen anfassen!)
  • Evtl. noch ½ Vanillestange ins Glas geben und die Früchte einfüllen
  • Auf ein tiefes(!) Backblech ein Tuch legen, damit die Gläser später nicht verrutschen. Heißes Wasser auf dieses Backblech geben, sodass es halb voll ist. Die Gläser dürfen sich nicht berühren.
  • Heißes Wasser (man könnte auch ein Teil Apfel –oder Fruchtsaft nehmen) über die Früchte in die Schraubgläser geben, bis 2 cm unter den Rand( weil heisses Wasser sich ausdehnt) .
  • Die Gläser zuschrauben (!) und auf dem Backblech in den Ofen schieben
  • Warten bis sich im Glas Bläschen bilden die nach oben steigen.
  • 20 Minuten  „kochen“  lassen
  • Herausnehmen (die Deckel sind jetzt gewölbt) und abkühlen lassen.
  • Nach dem Abkühlen sollte jedes Glas ein typisches „Klack“ von sich gegeben haben. Dann hat sich der Deckel nach innen gewölbt und so ein Vakuum gezogen. Ihr könnt das mit einem Fingerdruck auf den Deckel kontrollieren.
  • Sollte ein Glas kein Vakuum gezogen haben, könnt Ihr es in den  Kühlschrank stellen und innerhalb 2-3 Tagen verbrauchen.

 

Ich hoffe ich konnte Euch mit dieser Methode inspirieren,  ein paar Vorräte für den Winter anzulegen.

Natürlich funktioniert diese Methode auch mit Zucker. Einfach statt purem Wasser ein Zucker/Wassergemisch über die Früchte gießen.

Viel Freude damit!

Falls Ihr Fragen habt, einfach melden!

 

 

Gläser im Backofen bei 175 Grad
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